Bildung für Klimaschutz auf dem Land

Auf dem Land erlebt man den Klimawandel sehr deutlich, da natürliche Prozesse sichtbarer sind und darum Veränderungen stärker auffallen. Trotzdem fällt es vielen Menschen schwer, sich mit den Ursachen des Klimawandels zu beschäftigen und sich zu fragen, was der eigene Beitrag sein kann, um die Klimaresilienz unserer Systeme zu erhöhen.
Dabei will ein neues Projekt helfen, dass die Erarbeitung, Erprobung und Verbreitung von Bildungsangeboten im Bereich Klimaschutz- und Verbraucherbildung im ländlichen Raum behandelt. Im Rahmen des dreijährigen Projektes „gemeinsam.klima.aktiv – Klimaschutz im Alltag“ soll handlungsorientiertes Entscheidungswissen vermittelt werden, das Menschen dabei unterstützen will, mit dem Klimawandel aktiv umzugehen, sich auszutauschen und zusammen zu handeln.

Klia Logo

Wir erarbeiten für das Programm drei Workshop-Module zu Klimaschutz im Alltag. Eins behandelt Grundlagen der Klimakrise und ihrer Entstehung, eins geht um die Organisation von Gemeinschaftsaktionen für eine nachhaltigere Versorgung, eins behandelt Stammtischparolen und Argumente von Klimawandelleugnern. Die Workshops richten sich an alle Interessierten im ländlichen Raum, Vereine, Verbände oder Gruppen Beauftragt wurden wir vom Verein „Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V.“ (LEB), der sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen im ländlichen Raum sehr gute Bildungschancen zu ermöglichen. KliA ist ein Projekt der LEB und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Informationen und Anmeldemöglichkeit gibt es hier: https://gemeinsamklimaaktiv.de/workshops/


Bau einer Anzuchtstation

Um unseren Anbau effektiver zu machen, brauchen wir eine einen sicheren Raum für die Aussaat und Anzucht von Gartengemüsen. Bisher haben wir die Keimlinge herumgetragen: Zum Keimen muss es warm sein, dann muss es vor allem sehr hell und nicht zu warm sein, da die Keimlinge sonst schießen. Wichtig ist aber auch, dass sie frostfrei stehen und eine einigermaßen gleichmäßige Temperatur haben. Die kleine mobile Anzuchtstation, die wir 2020 gebaut haben, war eine gute Vorstufe, wurde aber schnell zu klein.

Anzuchthaus1
Darum bauen wir nun ein Häuschen. An dem Design haben wir eine Weile herumgetüftelt. Drei Seiten und das Dach lassen Sonne und Licht ein, die Nordseite besteht aus einer dicken Stein-Lehmwand, die die Sonnenenergie speichern soll. Sie ist mit einer Strohballenwand gedämmt. Die Bauteile sind alle gerettet, die Feldsteine für das Fundament haben wir gesammelt. der Lehm kommt vom Nachbarn und die Strohbunde vom Bauern in Eggersdorf. Wir sind sehr gespannt darauf, die Anzuchtstation Anfang März in Betrieb zu nehmen!


Nächstes Repair Cafe in Pritzwalk am 24. November

Wir organisieren an jedem letzten Donnerstag im Monat von 17-19 Uhr in Pritzwalk ein Repair Cafe. Ehrenamtliche Reparateur*innen unterstützen die Gäste dabei, Defekte an mitgebrachten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und gemeinsam zu reparieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ort ist das EKIDZ in der Grünstrasse 49 in Pritzwalk, direkt an der Nikolai-Kirche.

 Kathrin Reparatur kl

Auch Menschen mit Erfahrung beim Reparieren sind herzlich willkommen! Jede und jeder wird gebraucht, wenn wir der Verschwendung etwas entgegensetzen und Vorhandenes erhalten wollen. Kontaktiert uns unter repaircafe ätt akademie-suffizienz.de.

Wir organisieren das Pritzwalker Repair Cafe mit Unterstützung vom Pfarrsprengel Pritzwalk, der Stephanus Stiftung, dem Heimatverein Tüchen-Reckenthin-Klenzenhof, dem Netzwerk Reparatur-Initiativen. Auch sind wir jetzt Teil des Reallabors RealKoop. In diesem Forschungs-Praxisverbund können wir uns mit Repair Cafes in Heidelberg und Karlsruhe austauschen, wie man Reparatur in der Gesellschaft verbreitet und Handwerksbetriebe in das Netzwerk einbezieht als Anbieter von Reparaturleistungen. Weitere Infos unter https://realkoop.de/.


Abschluss des Residenzprogramms

 
Kunst, Kaffee, Kuchen und schöne Gespräche rund ums Weitergeben

Zum diesjährigen Thema ‘Weiter geben‘ haben Alice Fassina und Roselyn Yap dreieinhalb Wochen in der Akademie gelebt und gearbeitet. Zum Abschluss ihres Aufenthaltes haben wir auch dieses Jahr ein Offenes Atelier organisiert, um die hier entstandenen Werke zu zeigen und Erlebnisse zu reflektieren.
Viele Besucher:innen aus dem Dorf und der Umgebung haben sich sehr interessiert die in unserer Scheune ausgestellten Arbeiten angeschaut und mit den beiden Künstler:innen über das Thema diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Auch der Garten wurde zum Kunstraum, mit der Pflanzenskulptur der regelmässig bei uns residierenden Künstlerin Amy J. Klement.

DSCN9743  DSCN9710


Wir freuen uns schon auf die nächste Runde in 2023 und bedanken uns an dieser Stelle beim Heimatverein Tüchen-Reckenthin-Klenzenhof für die Unterstützung und bei den Dorfbewohner:innen für die Offenheit den Gästen gegenüber.


Du hast den Wal!

Aktion rund um den Welttag der Ozeane

 

Am Freitag, den 10. Juni 2022 von 16-19 Uhr organisieren wir auf der Marktstrasse vor der Nikolaikirche in Pritzwalk eine Kunstaktion. Anlass ist der Zustand der Ozeane, die global gesehen sehr wichtig sind für die menschliche Ernährungssicherheit und letztlich für das Überleben allen Lebens. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Stabilität des Klimas und somit für unsere Lebensbedingungen.

Der Aktionstag ruft die Schönheit und Magie der Meere an und präsentiert mitten in der Stadt einen lebensgroßen Wal. Besucherinnen und Besucher jeden Alters können mit diesem Wal auf eine imaginäre Reise gehen. Mutige Meeresforscherinnen und Forscher können sich einen Tauchgang mit dem Wal unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! reservieren oder spontan vor Ort buchen. Begleitet wird das künstlerische Erlebnis von interessanten Experimenten und Informationsständen, die die Bedrohung der Meere durch Vermüllung, Erwärmung und Übernutzung erklären und die Gäste einladen, einen anderen Weg einzuschlagen.

 Wal Presse

Wir organisieren die Veranstaltung zusammen mit dem Reparatur-Cafe, dem Performancekollektiv NUNATAK! und weiteren Initiativen, die sich zu den Themen Ressourcenschonung und Abfallvermeidung engagieren.

Das nächste reguläre Reparatur-Cafe in Pritzwalk findet am 30. Juni statt, wie immer von 17-19 Uhr in der Stephanus-Grundschule. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Residenzprogramm 2022

Die Teilnehmenden stellen sich vor

Wir freuen uns, auch 2022 wieder im Rahmen unseres Residenzprogramms engagierte und kreative Menschen zu Gast zu haben! Bis das Programm am 15. Juli startet, ist noch etwas Zeit, aber wir freuen uns schon jetzt auf die Zusammenarbeit zur Erforschung von Möglichkeiten und Grenzen des 'Weitergebens' diesjähriges Thema der Residenz.

Folgend stellen die Teilnehmenden sich und ihre Arbeit vor:

Roselyn Yap
I am a visual artist based in Berlin who works in performance art, installation, photography, painting and research. My journey of becoming an artist began in mid 2013 when I quit my career in finance; amongst it, working for Australia’s largest banks.

I grew up in Indonesia and was surrounded by delectable food and utilitarian handcrafts that my grandmother (1st generation Chinese-born-Indonesian) and aunts made. I often played in my parents’ hardware store to the point of being kicked out, so I could do my homework.

My work is an ensemble of my origins and experiences as a female child, a woman and an immigrant in 4 different cultures. Pivotting on an early childhood experience of gender discrimination and not being allowed to express in words or emotions, my work carries the foundation of Self Love - an acceptance and appreciation for oneself.

My work honours the uncelebrated, banal, imperfect and silent; as a way of rebelling against a belief or system, championing the weak, crediting the unsung hero or standing in solidarity with the oppressed. This impression is also reflected through the basic, humble or worthless materials I use to make the artwork.

Weitere Informationen über Roselyn aka TITS The Artist www.titstheartist.com

 TITS The Artist Zu Verschenken KLEIN

Alice Fassina

I’m a costume designer working with a sustainable approach.
My relationship with textiles and clothes starts from my childhood, influenced by the passion of my mother for sewing and fashion. I’m fascinated not only by their colors, forms and haptic sensations but I’m also very interested in their story and what images and symbols they can convey. I research as much as I can about the past life of a garment, I play with it in the present and I transform it, looking for new ways for the future.
In the current art project ‘STREETWARE saved item’ my team and I are questioning the topic of discarded clothes we find on the streets of Berlin: through performances, art installations and talks we discuss about the social, economic and environmental effects of fashion over-consumption. Trying to understand these dynamics, finding and promoting alternatives to this lifestyle is what drives my workflow.
For the residency I would like to explore the shared human need of protecting the body by dressing and to deepen the subject of sharing clothes on a community level. I thrive in team or group work so I’m hoping to work ideally together with the inhabitants of Reckentin to develop new practices about this topic: it could be a ritual, a sacred space for the objects, a booklet with the story of the item, etc.

SCHURF AliceFassinapaolo gallo 8688 001 1

 


7. & 8. Mai - Offene Ateliers

Atelierstandorte, Werkstätten und Kulturlabore in der Prignitz laden ein!

An diesem Wochenende finden wieder die Offenen Ateliers in der Prignitz statt. In der Akademie für Suffizienz ist die Gruppenausstellung ‚Manifestationen zirkulären Denkens‘ zu sehen. Die Ausstellung zum Thema kreislauffähiges Gestalten wurde im Haus der Materialisierung erstmalig gezeigt. Folgende Künstler:innen und Organisationen sind in der Ausstellung vertreten: Ort-schafft-Material - Elena Sofia Stranges; Berliner Stadtmission - Sofie Leon-Göppl; Freifunk - Searchwing von Philipp Borgers; Stefan baut Prototypen - Stefan Klopfer; Cosum - Nikolaï Wolfert; Mitkunstzentrale - Nora Wilhelm, Valeria Fahrenkrog und Erik Göngrich; Baufachfrau - Jutta Ziegler; Kunst-Stoffe- UpsiDogi; Martyna Bec; Kostümkollektiv - Barbara Beit; FahrArt - Lars-Helge Kriener alias Larsito; Merijaan - Isabella Artadi; Atelier PfundStücke - Ulla Pfund; K.W.D. - Katja Werner.

Teile reisen nun zu uns und werden hier zusammen mit Videoarbeiten von Masa Hilcisim präsentiert. Von 11-18 Uhr kann die Präsentation besucht werden. Außerdem kann das Gelände der Akademie besichtigt werden und ein paar Häppchen gibt es auch. Eine Übersichtskarte mit allen Standorten und ein Lageplan ist hier zum herunterladen:

Adressen teilnehmender Ateliers

Lageplan

Lichtobjekt Lars Kriener Foto Jakob Hoff kl  Lichtobjekt von Lars Kriener, Foto: Jacob Hoff

Die Akademie für Suffizienz lädt Gäste neben dem Besuch der Ausstellung auch zu einem Gelände-Rundgang ein. Besichtigt werden kann ein Lehm-Strohhaus in selbsttragender Bauweise, ein Trockentoiletten-System, ein Erdkontiki für die Herstellung von Biokohle, ein Solar-Dörrgerät, eine Pflanzenkläranlage, eine Solar-Warmluftheizung, eine Lehmziegelpresse und verschiedene Formen des angewandten Upcyclings. Als Erfahrungsraum für ökologisches Wirtschaften lädt die Akademie ein, sich der zerstörerischen Wirkungen unserer derzeitigen Wirtschaftsweise bewusst zu werden und Alternativen kennen zu lernen.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

 

Bodenverbesserung

Wir haben ein Erdkontiki angelegt

Aus den kleinen Ästen vom Baum- und Strauchschnitt der letzten Jahre haben wir darin Holzkohle gemacht. Die Zweige waren gut durchgetrocknet und hatten eine sehr praktische Dicke, mit der der Verbrennungsprozess schnell und gleichmäßig funktioniert hat. Die nächsten Tage haben wir die abgelöschte Holzkohle trocknen lassen und dann zerkleinert. Wenn die vorgezogenen Gemüsepflanzen Anfang Mai ausgepflanzt werden, geben wir die mit Urin angereicherte Holzkohle in die Pflanzlöcher und sind schon gespannt auf die Wirkung.  

kohle
Außerdem haben wir zwei schon kurz vor der Auflösung befindliche Silageballen ‚gerettet‘. Die Unmengen Plastikfolie hat schon begonnen, sich aufzulösen und musste mühsam aufgesammelt werden. Der halb vergorene Grasschnitt wird nun in einer aeroben Verrottung zu Kompost umgewandelt und reichert nächstes Jahr die Gemüsebeete an.

 Silage kl


Ökologisches Bauen

Wir experimentieren mit Lehmziegeln

Zusammen mit Ingenieure ohne Grenzen hat die Akademie ein Lehmbauprojekt gestartet. Ziel ist, für den Zisternenbau in afrikanischen Ländern regional verfügbare Baustoffe einsetzen zu können. Der soeben erfolgreich abgeschlossene Zisternenbau in Ruanda hat dazu die Anregung gegeben. Zur Vorbereitung für das nächste Bauprojekt wollen wir eine alte Kuppelbauweise testen, die mit Lehmziegeln umgesetzt werden kann und keine Schalung aus Holz braucht.
Um Erfahrungen mit den benötigten Techniken zu sammeln haben wir im ersten Schritt eine Lehmziegelpresse entworfen und nach einigen Verbesserungen 140 Lehmziegel hergestellt. Nun trocknen sie, um dann im zweiten Schritt nach einer bestimmten Methode zu einer Kuppel vermauert zu werden. Wir werden beizeiten davon berichten…  

Lehmziegelherstellung1


Thematisches Künstlerprogramm / Open Call

2022 findet unser Residenzprogramm zum Thema "Weiter geben!" statt.

Wir laden KünstlerInnen aller Disziplinen zu Arbeitsaufenthalten im Zeitraum 15. Juli – 9. August 2022 ein. Nach dem Kreislauf als biologisches und physikalisches Phänomen nehmen wir in diesem Jahr soziale Kreisläufe in den Blick. Mit dem Thema „Weiter geben!“ wollen wir untersuchen, wie der Umgang mit den materiellen Objekten, die uns umgeben, auch von unseren sozialen Beziehungen geprägt ist und andersrum wie unsere Beziehungen sich auch über den Austausch von Objekten ausdrücken und entwickeln. Im Mittelpunkt der diesjährigen Residenz steht somit der soziale Umgang mit Artefakten. Warum hat Privateigentum für uns eine so hohe Bedeutung? Muss ich etwas zurückgeben, wenn ich etwas bekomme? Wie könnte ein Fluss der Gegenstände aussehen, der sie dorthin treibt, wo sie benötigt werden? Wer übernimmt Verantwortung für die Gegenstände, wenn sie niemandem gehören?
Die Residenz will Anlass und Raum bieten, diese Fragen zu erforschen. Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*innen, die im Feld von Nachhaltigkeit und Wirtschaft arbeiten. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir, ökologische Grenzen zu berücksichtigen und sich an sozialer Gerechtigkeit zu orientieren. Wirtschaft definieren wir als Organisation der Versorgung von Menschen. Die Art und Weise, wie wir Wirtschaften, ist entscheidend dafür, ob wir globale Grenzen einhalten können und ob soziale Gerechtigkeit möglich ist.

Alle Infos zur Ausschreibung hier.

Here is the call in english.

 DSC 0847

Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem Neuköllner Projektraum 'Im grünen Bereich' und der Einrichtung 'Kunst-Stoffe - Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien' durchgeführt, mehr unter www.kunst-stoffe-berlin.de. Der Heimatverein Tüchen-Reckenthin-Klenzenhof fördert das Programm mit einer Zuwendung.


Projekte im ländlichen Brandenburg kennenlernen

Die Akademie ist Teil des Netzwerks Zukunftsorte

Angefangen hat es mit einer Webseite, auf der ländliche Projekte in Brandenburg portraitiert werden. Die Macher*innen der Plattform Kreativorte-Brandenburg möchten damit die Potenziale des ländlichen Raums für gemeinschaftliche Lebensqualität und auch für wirtschaftliche Existenzen sichtbar machen und unterstützen. Das Portrait der Akademie findet sich hier, wir bedanken uns für die schöne Darstellung!

Aus dieser Arbeit ist das Netzwerk Zukunftsorte entstanden, um Wissensaustausch und Unterstützung für die Akteure zu organisieren. Das Netzwerk setzt sich so dafür ein, ländlichen Leerstand in Impulsorte zu verwandeln, die den ländlichen Raum zu einem noch lebenswerteren Ort für alle machen. 

Auch in Reckenthin und Umgebung gibt es noch verfallende Hofstellen und Häuser. Diese Gebäude können oft nicht ökonomisch rentabel gerettet werden, darum braucht es dafür engagierte Menschen, die selber Arbeiten übernehmen können und wollen. Unsere jahrelange Erfahrung bei der Instandsetzung verfallender Gebäude geben wir sehr gerne an Interessierte weiter.Kommt vorbei und lasst euch inspirieren!


Residenzprogramm erfolgreich abgeschlossen

Offene Ateliers vor Ort und Präsentation in Berlin

Alexa Kreissl, Jana Thiel und Ciara Brophy haben sich im Rahmen unseres Residenzprogramms mit dem diesjährigen Thema ‚Kreisläufe‘ auseinandergesetzt und inspirierende Abschlusspräsentationen gezeigt. Das gut besuchte Offene Atelier vor Ort in der Akademie zeigte das ganze Spektrum der Herangehensweisen, die während des Aufenthalts entwickelt wurden. Unsere große Scheune bot den Künstlerinnen viel Raum, um ihre Arbeiten zu inszenieren.

DSC 0847  DSCN8288
Der Berliner Projektraum ‚Im grünen Bereich‘ konzentriert die Arbeiten der Teilnehmenden in einem Raum, passend zur Stadt als Umgebung. Beide Präsentationen haben auf anregende Weise das Thema bearbeitet und den interessierten Gästen vielfältige Anregungen mitgegeben. Wir freuen uns schon auf den nächsten Durchlauf im Sommer 2022!


Die Prignitz im Aufschwung

Schöner Beitrag über die Akademie

Im neuen Sonderheft des Stadtmagazin Tip 'Wir ziehen raus!' werden auch drei Projekte aus der Prignitz vorgestellt. Deutlich wird, dass hier mittlerweile eine lebendige Entwicklung im Gang ist und Menschen sich nicht zwangsläufig von der Entfernung zur großen Stadt abschrecken lassen. Teil des Beitrags ist ein ausführlicher Artikel über die Entstehung und die Arbeit der Akademie. Außerdem gibt es interessante Tips für potentielle Stadtflüchtige. Wir freuen uns, dass wir selbst neues über die Region erfahren konnten. Hier kann man den Artikel lesen, das ganze Heft gibts im Buchhandel zu kaufen.


Themenheft Suffizienz und Suffizienzpolitik

Erfahrungen aus unserer Arbeit zum Nachlesen

Die Ausgabe 4/2020 der vierteljährlichen Heftreihe „Briefe – Zur Orientierung im Konflikt Mensch – Erde“ der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. setzt einen Schwerpunkt auf Suffizienz und Suffizienzpolitik.
Im Editorial wird explizit der Bezug zur Corona-Pandemie hergestellt, die als Zoonose in einem engen Zusammenhang mit dem extremen Druck steht, den unsere Wirtschaftsweise auf die natürlichen Lebensräume erzeugt. Leider ist die Klimakrise – oder auch Triple-Krise, wie Josef Settele vom UFZ argumentiert – angesichts der operativen Corona-Bekämpfung als politische Aufgabe stark in den Hintergrund geraten. Im Schwerpunktheft Suffizienz werden verschiedene politische Ansätze vorgestellt, welche Instrumente neben oder auch alternativ zu ‚Grünem Wachstum‘ dazu beitragen können, Ökosysteme zu erhalten und damit uns selbst zu schützen – nicht nur vor weiteren Pandemien, sondern auch vor Dürren, Überschwemmungen und anderen durch Klimawandel verstärkten Katastrophen.
Wir sind als Vertreter*innen der Akademie für Suffizienz mit einem Beitrag zu Sozialpolitik dabei. Wir bedanken uns bei der Evangelischen Akademie und bei Jörg Göpfert, dass er dieses wichtige Thema so breit aufgreift! Hier geht es zur gesamten Ausgabe.

   

 


Ein Raum der Ruhe

Unser Strohhaus ist nun als Yoga-Raum hergerichtet

Es hat eine Weile gedauert, bis der Innenausbau fertig geworden ist. Das lag auch daran, dass nicht ganz klar war, wie das kleine Haus am Besten genutzt ist. Schlafräume haben wir eigentlich genug, Medien gibt es an diesem Ende des Grundstücks nicht. Eine aquamarinblaue Auslegeware von der Grünen Woche 2019 gab uns dann den ausschaggebenden Hinweis: Das Strohhaus wird ein Ort der Ruhe, für Meditation und Yoga.

Yogaraum

Diese Vision hat uns sehr motiviert, so dass die letzten Arbeiten schnell erledigt waren. Die Ruhe im Raum ist wunderbar und durch das Fenster sieht man Vögel, die auf der Wiese herumstolzieren und picken. Spektakulär ist natürlich der Sonnenaufgang, aber dafür muss man derzeit sehr früh sein. Vielen Dank an Finja und Lukas, die zur Schonung des Teppichs zwei schöne Schilder gemalt haben: "Keine" "Schuhe"!


Bauanleitung für solares Dörrgerät

Zusammen mit der KlimaWerkstatt Spandau haben wir zwei Typen gebaut

Trocknen ist eine tolle Konservierungsmethode. Wenn man dazu die Sonne nutzt, ist sie auch noch klimaschonend bzw suffizient. Um die vielen Pflaumen, Birnen, Äpfel, Pilze, aber auch Teekräuter im Frühjahr schonend und ökologisch neutral zu trocknen, haben wir zwei Bautypen für ein solarbetriebenes Dörrgerät entwickelt und gebaut. Die Erfahrungen haben wir in einer Bauanleitung dokumentiert. Die Aktion fand in Zusammenarbeit mit der KlimaWerkstatt Spandau statt, als Teil des Projekts 'Gärtnern & Genießen im Falkenhagener Feld'. Beide Geräte wurden fast komplett aus vorhandenen Materialresten gebaut und funktionieren wunderbar. Wir können den Selbstbau nur empfehlen, hier findet ihr die Bauanleitung.

Solardoerr1 kl

 


Solar-Warmluftheizung

Wir haben eine Zusatzheizung aus Abfallmaterial gebaut

Endlich haben wir die Glasscheiben verbaut, die hier schon einige Jahre stehen. Sie sind aus der Insolvenzmasse eines Solarbetriebs. Nun dienen sie im weitesten Sinne ihrer Bestimmung: Wir haben eine Glasfassade vor den Südgiebel gebaut, um die durch die Sonne erwärmte Luft ins Haus zu leiten. Die L-Profile, aus denen wir die Rahmen geschweisst haben, mussten wir allerdings als Neuware kaufen. Rechts und links haben wir Dämmung hinter eine Holzverschalung eingebaut, diese Materialien sind auch aus einer Rettung.

solarheizung3

Nun sind endlich alle Wände und natürlich auch die obere Geschoßdecke des Haupthauses gedämmt und wir gewinnen direkt, ohne Umwandlungsaufwand Heizwärme aus der Sonne! Lediglich ein kleiner 12Volt-Lüfter mit Solarbetrieb wird zusätzlich benötigt, um die Warmluft abzunehmen. Wir sind sehr gespannt, wie effektiv die Heizung sein wird und wie sehr der Heizaufwand verringert wird. Ein Grund, sich auf den Winter zu freuen :)

 


KaufNix - Kommunikationsprojekt der Deutschen Umweltstiftung

Gastbeitrag über Suffizienz und die Arbeit der Akademie

Wer die Zukunft der Menschheit sichern will, muss weiteres Wirtschaftswachstum verhindern. Um Klimaschutz zu erreichen, muss Suffizienz statt Wachstum zur persönlichen, politischen und ökonomischen Prämisse werden. So heisst es auf der Webseite Kaufnix.net der Deutschen Umweltstiftung. Sie hat diese zweimonatige Kampagne gestartet zur Förderung einer Zukunft, die sich vom Mantra des Wachstums emanzipiert. Vorgestellt werden soll beispielhaftes Engagement und konkrete Tipps für individuelle Handlungsmöglichkeiten gegen umweltbelastenden Konsum.

Wir haben einen Beitrag über das Zusammenspiel der persönlichen, politischen und ökonomischen Ebene verfasst und stellen auf Wunsch der Umweltstiftung auch kurz die Akademie darin vor. Zur Kampagne und zum Beitrag geht es hier: kaufnix.net/suffizienz-statt-wachstum/

kaufnix


Video-Dokumentation der Offenen Ateliers 2019

Neues Video von Masa Hilcisim

Auch 2019 hat Masa wieder die Entstehung der Offenen Ateliers im Mai begleitet. Diesmal zeigt das Video wunderbar den Prozess, auch die verschiedenen Schwierigkeiten, z.B. mit dem sehr kalten Wind während dieser Tage, an denen wir viel draussen gearbeitet haben. Aber zum Schluss wird wie immer alles gut und wir geniessen zwei schöne Tage mit Gästen und anregenden Gesprächen! Danke liebe Masa für die Arbeit!

Das neue Video ist gut 3min lang und kann hier auf Masas vimeo-Profil angeguckt werden: Link zum Video 2019

Flyer 2019 Innen mail 002

Die Offenen Ateliers 2018 sind hier dokumentiert: Link zum Video 2018

Hier ist der Film von 2015 hinterlegt, den Masa zusammen mit Cazim gemacht hat: Link zum Video 2015

Hier kann man den ersten Film der beiden über die Akademie von 2014 sehen: Link zum Video


Die Suche nach dem richtigen Maß 

Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung über die Akademie

Im Rahmen der WandelWoche 2018 haben wir eine Tour angeboten, die verschiedenen Arbeitsbereiche der Akademie vorgestellt und beim Imbiss mit den Gästen einen lebhaften Austausch über Aspekte ökologischen Wirtschaftens geführt. Sehr gefreut hat uns, das dieses Mal nicht überwiegend BerlinerInnen, sondern viele Menschen aus der Region zu Gast waren. Die Vernetzung wird immer dichter und wir freuen uns darauf, die geknüpften Kontakte zu vertiefen!

An diesem Tag hat uns auch Herr Atzenroth besucht, Redakteur bei der MAZ. Unter dem Titel 'Die Suche nach dem richtigen Maß' hat er einen sehr ausführliche Artikel mit schönen Fotos veröffentlicht. Er ist hier zum Download.

 
https://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/DSCN4332.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/DSC_7573.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/Flasche.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/Kreaturen.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/P1290723.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/P1290865.JPG
https://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSCN0401.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSCN4512a.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSCN8074.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSCN8563.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSC_7151.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/P1290603.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/Stehpulte.JPG