Künstler*innenprogramm startet am 19. Juli

Die teilnehmenden Künstler*innen stellen sich vor

Das Thema der diesjährigen Residenz ‚Wege zur Nachhaltigkeit‘ wird von drei Künstler*innen für vier Wochen in der Akademie bearbeitet, ein Einblick in die Prozesse bietet sich beim Offenen Atelier am Sonntag, den 11. August. Ergebnisse werden wieder in einer Ausstellung im Projektraum Group Global gezeigt, die Vernissage ist am 16. August. Teilnehmende Künstler*innen sind dieses Jahr Krisztina Fazekas-Kielbassa, Elke Kupfer und Sophie Gnest. Sie werden sich in den nächsten Wochen hier vorstellen.

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Elke Kupfer1 klein


 

 Kristina Respekt

Den Anfang macht Sophie Gnest:

Als Kommunikationsdesignerin interessiere ich mich für den gesellschaftlichen Wandel durch soziale Innovationen und deren Marketing sowie durch co-kreative Prozesse. Als Tanzpädagogin möchte ich Menschen körperliche und gemeinschaftliche Erfahrungen mitgeben und die Fantasie anregen. Ich bewege mich immer wieder zwischen eigenen Kreativprozessen und dem gemeinsamen Kreativsein, sei es in der Gestaltung oder im Tanz. Gemeinsame Kreativmomente können bei Teilnehmenden die Fantasie anregen, den Wandel denkbar machen und darin bestärken, diesen mitzugestalten. Während der Residenz möchte ich herausfinden, welche Rolle Gestalter*innen in einer Postwachstumsgesellschaft spielen könnten. Ich werde Grafiken entwerfen, die sich heutiger Marketingstrategien bedienen aber gegensätzliche Ziele verfolgen, wie die radikale Ehrlichkeit, die Stärkung des Selbstvertrauens oder der Gemeinschaft.

 

Elke Philomena Kupfer

Elke sammelt Plastikeinkaufstüten von Menschen, die sie umgeben und arbeitet sie mit verschiedenen Techniken auf die Leinwand, gibt ihnen eine neue Bestimmung. Sie tütet die Menschen sozusagen auf der Leinwand ein, kleidet sie mit der auf Plaste gedruckten Werbung ein, mit der Frage danach, wie blind uns die Konsumgesellschaft macht. Im Rahmen ihres Aufenthalt wird sie gebrauchte Plastikprodukte aus der Akademie für Suffizienz nutzen, um mit den Menschen der Region und den Künstlern vor Ort in einen Dialog zu kommen.
In diesem Prozess wendet sie lang erarbeitete Techniken an, um die gesammelten Materialien gleichwertig in die Leinwand einzuarbeiten. Eine wichtige Rolle hat dabei der Austausch mit den Menschen im Dorf. Sie freut sich schon auf Begegnungen und auf Menschen, die Lust haben, portraitiert zu werden.

 

Krisztina Fazekas-Kielbassa

Ich glaube, dass sich die Welt an einem ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Punkt befindet, an dem wir Nachhaltigkeit wählen und Verantwortung für unser Handeln übernehmen müssen. 2009 setzte ich erstmals meine künstlerischen Fähigkeiten in Bezug auf Nachhaltigkeit in die Praxis um, als ich zusammen mit der Umweltschutzabteilung und der ungarischen Umweltorganisation Ökotárs die Kommunikationskampagne zur selektiven Abfallentsorgung am Budapest Flughafen entwickelt und organisiert habe. Nachhaltigkeit ist ein Teil meines Alltags und ich möchte, dass sie auch immer mehr Teil meiner künstlerischen Praxis wird.
Während der Residenz möchte ich mit der Kombination aus Recyclingmaterial und Fotoprojektion experimentieren. Ich habe vor, eine Fotoserie zu verwenden, die ich 2016 fotografiert habe und die zeigt, wie Obdachlose aus recycelten und natürlichen Materialien Häuser schaffen. Das fertige Kunstwerk ist als Installation geplant.

 


KaufNix - Kommunikationsprojekt der Deutschen Umweltstiftung

Gastbeitrag über Suffizienz und die Arbeit der Akademie

Wer die Zukunft der Menschheit sichern will, muss weiteres Wirtschaftswachstum verhindern. Um Klimaschutz zu erreichen, muss Suffizienz statt Wachstum zur persönlichen, politischen und ökonomischen Prämisse werden. So heisst es auf der Webseite Kaufnix.net der Deutschen Umweltstiftung. Sie hat diese zweimonatige Kampagne gestartet zur Förderung einer Zukunft, die sich vom Mantra des Wachstums emanzipiert. Vorgestellt werden soll beispielhaftes Engagement und konkrete Tipps für individuelle Handlungsmöglichkeiten gegen umweltbelastenden Konsum.

Wir haben einen Beitrag über das Zusammenspiel der persönlichen, politischen und ökonomischen Ebene verfasst und stellen auf Wunsch der Umweltstiftung auch kurz die Akademie darin vor. Zur Kampagne und zum Beitrag geht es hier: kaufnix.net/suffizienz-statt-wachstum/

kaufnix


Thematische Schreibklausur 2019 - neue Termine im Juni und September

Raum und Zeit für die Arbeit an Texten zur Transformation von Wirtschaft

Über Wirtschaft schreiben kann man auch in der Uni oder im Büro – aber ein kritischer Blick fällt oft leichter aus der Entfernung und neue Gedanken entwickeln sich oft aus dem Austausch. Wachstumszwänge, Ordnungspolitik, Konsummuster, Produktionsweisen – wo liegen die Probleme und was sind (Teil)-Antworten? Vieles weist auf die Notwendigkeit einer Transformation der Wirtschaft, aber immer noch geschieht wenig.

Um kritisches Denken und Schreiben über ökonomische Fragen zu fördern, organisieren wir in der Akademie für Suffizienz thematische Schreibklausuren. Wir laden an einen Ort, wo herrschende Wirtschaftsorganisation hinterfragt wird und alltagstaugliche Antworten gesucht werden. Für die theoretische Arbeit gibt es Rückzugsraum und eine Themenbibliothek.

Am Mittwoch, 26. – Samstag, 29. Juni und nochmal am Mittwoch, 11. – Samstag 14. September ist die Akademie offen für alle, die wirtschaftskritisch arbeiten. Beiträge zu Kosten und Aufwand werden selbst gewählt. Wir bieten Unterkunft und organisieren eine Tagesstruktur mit festen Zeiten zum Schreiben, Austauschen und Sein. Gemeinsam mit den Anwesenden wollen wir eine Umgebung gestalten, die beim Schreiben inspiriert und beflügelt!

Kirschbaumtafel

Nachfragen und Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Video-Dokumentation der Offenen Ateliers 2019

Neues Video von Masa Hilcisim

Auch 2019 hat Masa wieder die Entstehung der Offenen Ateliers im Mai begleitet. Diesmal zeigt das Video wunderbar den Prozess, auch die verschiedenen Schwierigkeiten, z.B. mit dem sehr kalten Wind während dieser Tage, an denen wir viel draussen gearbeitet haben. Aber zum Schluss wird wie immer alles gut und wir geniessen zwei schöne Tage mit Gästen und anregenden Gesprächen! Danke liebe Masa für die Arbeit!

Das neue Video ist gut 3min lang und kann hier auf Masas vimeo-Profil angeguckt werden: Link zum Video 2019

Flyer 2019 Innen mail 002

Die Offenen Ateliers 2018 sind hier dokumentiert: Link zum Video 2018

Hier ist der Film von 2015 hinterlegt, den Masa zusammen mit Cazim gemacht hat: Link zum Video 2015

Hier kann man den ersten Film der beiden über die Akademie von 2014 sehen: Link zum Video


Die Suche nach dem richtigen Maß 

Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung über die Akademie

Im Rahmen der WandelWoche 2018 haben wir eine Tour angeboten, die verschiedenen Arbeitsbereiche der Akademie vorgestellt und beim Imbiss mit den Gästen einen lebhaften Austausch über Aspekte ökologischen Wirtschaftens geführt. Sehr gefreut hat uns, das dieses Mal nicht überwiegend BerlinerInnen, sondern viele Menschen aus der Region zu Gast waren. Die Vernetzung wird immer dichter und wir freuen uns darauf, die geknüpften Kontakte zu vertiefen!

An diesem Tag hat uns auch Herr Atzenroth besucht, Redakteur bei der MAZ. Unter dem Titel 'Die Suche nach dem richtigen Maß' hat er einen sehr ausführliche Artikel mit schönen Fotos veröffentlicht. Er ist hier zum Download.


Politische Ökologie

Im Heft Nr. 149 der 'Reihe für Querdenker und Vordenkerinnen' ist ein Artikel erschienen, der die praktische Bedeutung von Lernräumen ökologischen Wirtschaftens für eine sozial-ökologische Transformation darstellt. Das beschriebene theoretische Modell ist von der praktischen Erfahrung mit der Entwicklung der Akademie für Suffizienz inspiriert.

Link zum Artikel

Theorie zur Praxis II

Im 2017 erschienenen Sammelband "Transformative Wirtschaftswissenschaft im Kontext nachhaltiger Entwicklung", herausgegeben von Pfriem et al, ist ein Aufsatz zur Praxis des Forschens im Kontext transformativer Wirtschaftswissenschaft veröffentlicht. Die Akademie für Suffizienz wird als Beispiel für ein praktisch-transformatives wissenschaftliches Vorgehen beschrieben. Der Aufsatz "Involviert-Sein: Oder wie transformative Wirtschaftswissenschaft die Praxis des Forschens verändert" kann hier heruntergeladen werden:

Link zum Aufsatz

 
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