Samstag, 4. April - Ökofilmtour 2020

Wir zeigen den Film ‚An den Rändern der Welt‘ und laden zur Diskussion

Wir sind wieder bei der Ökofilmtour dabei, dem Festival des Umwelt- und Naturfilms, das dieses Jahr zum 15. Mal stattfindet. Das Festival präsentiert Filme , die sich Themen wie globaler Umwelt- und Naturschutz, Bewahrung der Biodiversität, Klimaschutz – Energiewende, soziale Gerechtigkeit und gerechte Globalisierung und Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft widmen.

Angesicht der spürbaren Klimakrise – Stichwort regenlose Sommer und frostfreie Winter – wird die Frage drängender, ob wir auf dem richtigen Entwicklungspfad sind. Unser auf dauerhafter Übernutzung von natürlichen Ressourcen basierendes Wirtschaftsmodell wird brüchig, aber wie sehen Alternativen aus? Vielleicht können wir bei einem Blick in den globalen Süden etwas darüber lernen, wie menschliches Leben im Einklang mit der Mitwelt funktionieren kann.

Seit 25 Jahren reist der Fotograf Markus Mauthe an die ‚Ränder der Welt‘ und begegnet indigenen Gesellschaften. Er dokumentiert, wie sie von dem leben, was die Natur bietet und die Ökosysteme schonend behandeln. Der Film begleitet ihn nach Südsudan, Äthiopien, Malaysia und Brasilien. Er zeigt die drohenden Zerstörungen der dortigen Ökosysteme durch globale Konzerne und durch Folgen des Klimawandels. Doch die Völker dort beginnen, sich gegen die Zerstörung ihres Lebensraums zu wehren. Ein Trailer kann auf der Seite www.raender-der-welt-film.de/trailer angeschaut werden. Im Anschluss an den Film sind alle Gäste zu Imbiss und Diskussion eingeladen.

Der Film war Eröffnungsfilm des Filmfestivals. Wer ihn dort verpasst hat, kann ihn bei unserer Aufführung sehen, die in Kooperation mit der Abteilung Naturschutz und Brandenburger Naturlandschaften des Landesamtes für Umwelt (LfU) organisiert wurde. Mehr Informationen zum Festival und das gesamte Programm unter www.oekofilmtour.de.


Reparaturbewegung in Pritzwalk stärken

Am Donnerstag, den 30. September startet das erste Repair Cafe

Reparieren statt Wegwerfen: Unter diesem Motto findet ab sofort an jedem letzten Donnerstag im Monat von 17-19 Uhr in Pritzwalk ein Repair Cafe statt. Zu diesem Termin unterstützen ehrenamtliche Reparateur*innen die Gäste dabei, Defekte an mitgebrachten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und gemeinsam zu reparieren.

Ob Kabelbruch, Wackelkontakt, kaputtes Fahrradlicht oder abgebrochener Griff - In der temporären Selbsthilfe-Werkstatt finden sich vielfältige Werkzeuge und gebrauchte Ersatzteile zum Improvisieren und Flicken. So können auch alte Liebling-Objekte gerettet und vor dem Müll bewahrt werden. Gemeinsam repariert wird in entspannter, gemütlicher Atmosphäre, mit Getränken und Snacks. Ort ist die zukünftige Grundschule der Stephanus Stiftung, Promenade 5 in Pritzwalk (hinter dem REWE).

Wir freuen uns auf das gemeinsame Reparieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 Reparaturtreff KS klein

Auch Menschen mit Erfahrung beim Reparieren sind herzlich willkommen! Jede und jeder wird gebraucht, wenn wir der Verschwendung etwas entgegensetzen und Vorhandenes erhalten wollen.Kontaktiert uns unter repaircafe ätt akademie-suffizienz.de.

Wir organisieren das Pritzwalker Repair Cafe mit Unterstützung von der Stephanus Stiftung, dem Heimatverein Tüchen-Reckenthin-Klenzenhof, dem Netzwerk Reparatur-Initiativen und hoffen, dass das Netzwerk weiter wächst.

 


Künstler*innenprogramm startet am 19. Juli

Die teilnehmenden Künstler*innen stellen sich vor

Das Thema der diesjährigen Residenz ‚Wege zur Nachhaltigkeit‘ wird von drei Künstler*innen für vier Wochen in der Akademie bearbeitet, ein Einblick in die Prozesse bietet sich beim Offenen Atelier am Sonntag, den 11. August. Ergebnisse werden wieder in einer Ausstellung im Projektraum Group Global gezeigt, die Vernissage ist am 16. August. Teilnehmende Künstler*innen sind dieses Jahr Krisztina Fazekas-Kielbassa, Elke Kupfer und Sophie Gnest. Sie werden sich in den nächsten Wochen hier vorstellen.

SophieGnest Quadrat web

 

 

 


Elke Kupfer1 klein


 

 Kristina Respekt

Den Anfang macht Sophie Gnest:

Als Kommunikationsdesignerin interessiere ich mich für den gesellschaftlichen Wandel durch soziale Innovationen und deren Marketing sowie durch co-kreative Prozesse. Als Tanzpädagogin möchte ich Menschen körperliche und gemeinschaftliche Erfahrungen mitgeben und die Fantasie anregen. Ich bewege mich immer wieder zwischen eigenen Kreativprozessen und dem gemeinsamen Kreativsein, sei es in der Gestaltung oder im Tanz. Gemeinsame Kreativmomente können bei Teilnehmenden die Fantasie anregen, den Wandel denkbar machen und darin bestärken, diesen mitzugestalten. Während der Residenz möchte ich herausfinden, welche Rolle Gestalter*innen in einer Postwachstumsgesellschaft spielen könnten. Ich werde Grafiken entwerfen, die sich heutiger Marketingstrategien bedienen aber gegensätzliche Ziele verfolgen, wie die radikale Ehrlichkeit, die Stärkung des Selbstvertrauens oder der Gemeinschaft.

 

Elke Philomena Kupfer

Elke sammelt Plastikeinkaufstüten von Menschen, die sie umgeben und arbeitet sie mit verschiedenen Techniken auf die Leinwand, gibt ihnen eine neue Bestimmung. Sie tütet die Menschen sozusagen auf der Leinwand ein, kleidet sie mit der auf Plaste gedruckten Werbung ein, mit der Frage danach, wie blind uns die Konsumgesellschaft macht. Im Rahmen ihres Aufenthalt wird sie gebrauchte Plastikprodukte aus der Akademie für Suffizienz nutzen, um mit den Menschen der Region und den Künstlern vor Ort in einen Dialog zu kommen.
In diesem Prozess wendet sie lang erarbeitete Techniken an, um die gesammelten Materialien gleichwertig in die Leinwand einzuarbeiten. Eine wichtige Rolle hat dabei der Austausch mit den Menschen im Dorf. Sie freut sich schon auf Begegnungen und auf Menschen, die Lust haben, portraitiert zu werden.

 

Krisztina Fazekas-Kielbassa

Ich glaube, dass sich die Welt an einem ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Punkt befindet, an dem wir Nachhaltigkeit wählen und Verantwortung für unser Handeln übernehmen müssen. 2009 setzte ich erstmals meine künstlerischen Fähigkeiten in Bezug auf Nachhaltigkeit in die Praxis um, als ich zusammen mit der Umweltschutzabteilung und der ungarischen Umweltorganisation Ökotárs die Kommunikationskampagne zur selektiven Abfallentsorgung am Budapest Flughafen entwickelt und organisiert habe. Nachhaltigkeit ist ein Teil meines Alltags und ich möchte, dass sie auch immer mehr Teil meiner künstlerischen Praxis wird.
Während der Residenz möchte ich mit der Kombination aus Recyclingmaterial und Fotoprojektion experimentieren. Ich habe vor, eine Fotoserie zu verwenden, die ich 2016 fotografiert habe und die zeigt, wie Obdachlose aus recycelten und natürlichen Materialien Häuser schaffen. Das fertige Kunstwerk ist als Installation geplant.


Spendenaktion für das Kidane Mehret Childrens Home

Wir sammeln Geld für Geräte für die Großküche

Nachdem unser geplanter Äthiopienabend wegen der Maßnahmen für den Infektionsschutz leider abgesagt werden musste, haben wir trotzdem schon mal ein Konto eingerichtet, um Spenden sammeln zu können. Es sind auch schon über 1000 Euro eingegangen und wir werden das Geld in Kürze nach Äthiopien übersenden. Zwischenzeitlich waren wir mit der dortigen Leitung, Schwester Ludgarda, im Austausch. Die Pandemie ist mittlerweile in Äthiopien angekommen und die Schulen sind geschlossen.
Die fast 100 Kinder sind nun also auf das Waisenhaus beschränkt, was für die Kinder und natürlich auch für die wenigen Mitarbeiterinnen eine große Herausforderung darstellt. Unsere Spende kommt dann jedenfalls wie gerufen, da dadurch natürlich auch noch mehr Druck auf die Küche entsteht. Geplant ist die Anschaffung eines neuen Brotbackofens und eines Rührgeräts für die Teigherstellung, die bisher per Hand erfolgte – sehr viel Arbeit für die großen Mengen an Brot, die benötigt werden. Wenn die Anschaffungen getätigt sind, berichten wir euch darüber. Wer noch spenden möchte, kann sich einfach melden und erhält dann alle Informationen.

 DSCN7684

 

Sa. 2. & So. 3. Mai - Offene Ateliers Brandenburg

Gruppenausstellung mit Videokunst, Installation, Fotografie und Food-Art

Die Akademie ist wieder bei den „Offenen Ateliers Brandenburg“ vertreten. Gemeinsam mit 16 anderen Atelierstandorten in der Prignitz präsentieren wir Kunst aus der Region und bringen internationale Perspektiven in die Region.

Wir zeigen auch dieses Jahr eine vielfältige Gruppenausstellung in mehreren Räumen und im Außenbereich. Zu erleben sind Fotografie, Videokunst, Installation und jeweils um 17 Uhr eine Food-Art Aktion. Auf Wunsch werden Führungen durch das Projekt angeboten und die Arbeit der Akademie zu Fragen sozial-ökologischer Nachhaltigkeit vorgestellt. Natürlich gibt es auch einen kleinen Imbiss. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

 AfS2020 2 

Foto: findus

 

Lernen und Ernten

Der vergrößerte Garten hat sich prächtig entwickelt

Nachdem wir im Frühjahr mit einigen für uns neuen Problemen gekämpft und viel Saat an Fressfeinde verloren haben, ist der Garten nun doch sehr üppig geworden. Wir vermuten, dass wir sehr viele Erdflöhe und Älchen, eine Nematodenart, im Boden hatten. Bisher wissen wir auch noch keine wirksame Intervention dagegen. Manche Gemüse ist auch bei der dritten Aussaat nach dem Keimen vollständig verschwunden, anderes hat arg unter Schnecken gelitten.

 Garten2021 klein

Aber irgendwas wächst ja zum Glück immer. Derzeit können wir Salat, Dicke Bohnen, Rote Beete und Kohlrabi ernten. Die Erdbeeren sind leider schon durch, aber jetzt gibt es Johannis- und Stachelbeeren. Es ist super, immer frisches Essen da zu haben, zumal Pritzwalk für den Einkauf doch 40min mit dem Fahrrad entfernt ist. Mit unserer Erntemöglichkeit sind wir auch immer auf Gäste vorbereitet - also kommt einfach vorbei!

 


Samstag, 23.3. - Ökofilmtour 2019

'System Error' am Samstag, 23. März um 19 Uhr in der Akademie für Suffizienz

Das 14. Festival des Umwelt- und Naturfilms – die Ökofilmtour 2019 kommt dieses Jahr erstmalig auch in die Akademie für Suffizienz. Das Festival zeichnet Filme aus, die sich Themen wie globaler Umwelt- und Naturschutz, Bewahrung der Biodiversität, Klimaschutz – Energiewende, Erneuerbare Energien statt fossiler Energieträger, soziale Gerechtigkeit und gerechte Globalisierung, Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft und Frieden in der Welt widmen. 146 Fernseh- und Kinofilme aus dem gesamten deutschsprachigen Raum wurden für die 14. Ökofilmtour eingereicht. Eine siebenköpfige Auswahljury des FÖN e.V. hat daraus 46 Kino- und Fernsehfilme sowie 12 Kurzfilme für die Präsentation im Rahmen des Festivals ausgewählt.

Wir zeigen in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg des Landesamtes für Umwelt den Dokumentarfilm 'System Error' von Florian Opitz aus dem Jahr 2017. Der Film greift Fragen nach wirtschaftlichem Wachstum und den zerstörerischen Folgen auf. Der Film befragt Akteure des globalen Wirtschaftssystems, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ebenso kommen Kritiker*innen zu Wort, die diesen Irrsinn entschlüsseln, wie der Wirtschaftstheoretiker Tim Jackson oder - Karl Marx, der schon vor 150 Jahren prophezeite, dass ein System wie der Kapitalismus, das unaufhörlich alle Lebensbereiche durchdringt, die Natur verschlingt, sich am Ende selbst zerstört.

Das gesamte Festivalprogramm kann unter www.oekofilmtour.de eingesehen werden.


Kreisläufe erfinden und gestalten

Wir stellen die Teilnehmer*innen des diesjährigen Residenzprogramms vor

In diesem Jahr widmet sich unser Residenzprogramm dem Thema Kreisläufe. Nach Auswertung der vielen eingegangenen Bewerbungen haben wir ein Team aus drei Künstler*innen eingeladen, die hochinteressante und sehr unterschiedliche Ansätze verfolgen. Folgend stellen wir die Teilnehmerinnen mit ihren thematischen Projekten kurz vor.

Ciara Brophy
My practice is based around longer-term relationships to communities and places. I work as an artist in a variety of settings. Recent workshop topics have included community architecture, costuming, fashion art and group portraits using recycled and renewable materials where possible. It is important part of my work with groups to open up traditional gender-specific roles, as well as to foster an atmosphere of team work and valuing individual contributions. I am involved in and very motivated by grassroots community initiatives, considering this the most sustainable method for long-term changes in behaviour. I believe a culture of exchange is essential to healthy communities, and slow-paced behavioural changes to be the most sustainable. During the residency I will work on the research project Gleaned Baggage: This will develop prototypes for bicycle bags made from found or 'gleaned' materials. The piece will include a blog documenting the process with sewing patterns as well as video tutorials. The second section of the research project is called Entwürfe: REPARATUR PROJEKT: These blueprints announce a pioneer project in sustainable repair culture, where local authorities provide repair workshops. The celebrated pioneer project focuses on three repair areas: Clothes, Bicycles and Electronics.
Mehr Information über Ciaras Arbeit gibt es hier: https://ciara-portfolio.net/

Ciara GleanedBaggage

Jana Thiel
Meine künstlerische Arbeit baut inhaltlich auf meinem Studium der Gartenbauwissenschaften auf. Das Thema Kreislauf steht dabei im Vordergrund, denn es interessiert mich, wie aus vermeintlich totem Material durch verschiedene Zersetzungsprozesse neues Leben entsteht.
Was passiert mit unserem eigenen Körper nach dem Tod? Folgt unsere Bestattungskultur dem Recycling- und Kreislaufgedanken und gibt es naturverträgliche Wege, bestattet zu werden? Zu diesen und anderen Fragen werden während der Residenz ein Künstlerbuch und eine Installation entstehen, die sich künstlerisch damit auseinandersetzen, wie wir auch über den Tod hinaus für mehr Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz sowie einen geringeren Rohstoff- und Energieverbrauch sorgen können. Diese Annäherung soll vorwiegend auf wissenschaftlicher, emotional neutraler sowie zukunftsgewandter und vor allem lebensbejahender Art und Weise, sowie im Austausch mit anderen Menschen erfolgen.

 Jana webseite kl

Alexa Kreissl
Als architekturbezogen arbeitende Künstlerin beschäftige ich mich mit dem urbanen Raum, seiner Dynamik im ständigen Wandel, seinen Nischen, Brachen, Möglichkeiten und Ressourcen. Meine modularen adaptiven Strukturen sind Nutzungsvorschläge, die auf situative Gegebenheiten und Bedürfnisse reagieren und Wandel und Umnutzung implizieren.
Seit 2020 arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Architekturbezogene Kunst der TU Braunschweig (http://www.iak-tu-bs.de) und bin Promovierende am Leibniz-WissenschaftsCampus – Postdigitale Partizipation – Braunschweig (http://postdigitalparticipation.org) im Projekt Menschen, digitale Intelligenz und Wiederverwertung – gemeinsam Stadtleben gestalten mit dem Forschungsschwerpunkt „Ästhetische Transformation, Akzeptanz und konstruktives Potential gebrauchter Materialien“.
Ich möchte die Zeit in der Akademie dazu nutzen, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren und kreislauffähige Materialkombinationen und Konstellationen zu entwerfen. Dies beinhaltet für mich, reversible Verbindungstechniken und wandelbare, adaptierbare Formen im Raum zu entwickeln und zu dokumentieren.

Alexa webseite

 

Der Vor-Ort Aufenthalt beginnt am 16. Juli. Am Sonntag, den 8. August veranstalten wir ein Offenes Atelier und laden alle Interessierten ein, zwischen 14 und 18 Uhr in die Akademie zu kommen, um Prozesse und Ergebnisse des Programms zu erleben und in den Austausch mit den teilnemenden Künstlerinnen zu treten. Die Ausstellung in Berlin eröffnet am 12. August im Projektraum ‚Im grünen Bereich‘.

 


Montag, 17. - Freitag, 21. Juni - Lehmbau-Woche

Die Wandheizung wird hofseitig eingebaut

Nachdem wir im letzten Jahr schon zwei Tonnen Lehm im Haus verbaut haben, geht es dieses Jahr auf der Hofseite weiter. Wir profitieren natürlich von der Erfahrung und haben auch diesmal einen super Anleiter dabei. Sebastian Wiemer hilft uns bei allen Schritten. Wir hoffen, dass wir in der Woche soweit kommen, dass alle Zimmer an die Wandheizung angeschlossen werden. Bis wir die Wände so fein verputzen, dass wir sie auch streichen können, vergeht wahrscheinlich noch ein Jahr...

Oder ihr kommt alle und helft! Wer den ökologischen Baustoff Lehm besser kennenlernen möchte, hat hier die Gelegenheit. Wie immer gibt es allerbeste Verpflegung, bis dahin schon frisch aus dem Garten. Außerdem natürlich viele Tipps und Infos zum ökologischen Wirtschaftens in Theorie und Praxis.

   Lehmbau kl


Neues aus dem Garten

Unsere ersten Kartoffeln

Da dieses Jahr seit Mitte März fast immer jemand in der Akademie war, ist der Gemüsegarten so gut betreut worden wie noch nie. Das konnten wir an den Ernten merken. Alles ist im richtigen Moment ausgesät worden, hat genug Wasser bekommen, wurde rechtzeitig vom Druck des Beikrauts befreit oder vor Schnecken gerettet. Sehr beeindruckt hat uns das Ergebnis unseres ersten Kartoffelanbaus. Aber auch Tomaten, Salat, Bohnen, Rote Beete und Kürbisse sind super geworden! Für die nächste Saison werden wir die Beete nochmal vergrößern.

Dieter Kartoffeln    KuerbisLucas klein

   

Aufruf an die Politik unterzeichnen!

Bereit zum Wandel

Unsere Lebensweise hat keine Zukunft. Unser Energie- und Ressourcenverbrauch führt weltweit zu Umweltbelastungen, Landschaftszerstörung, Artensterben und Klimawandel und gefährdet unsere Lebensgrundlagen. Deshalb müssen wir diesen übermäßigen Verbrauch drastisch verringern. Die Akademie für Suffizienz hat sich an der Ausarbeitung des Aufrufs beteiligt und unterstützt nun die Verbreitung. Nur mit vielen Stimmen werden solche Forderungen hörbar! Alle sind eingeladen den Aufruf online unter www.bereit-zum-wandel.de zu unterzeichnen. Als nächster Schritt wird der Aufruf an verschiedene Bundesministerien herangetragen.

 BereitzumWandel

Ausführliche Informationen über Hintergründe, Fakten und zur Entstehung sind ebenfalls auf der Seite zu finden. Kurz gesagt basiert die Argumentation auf der Überzeugung, dass technischer Fortschritt und Effizienz allein nicht ausreichen. Notwendig ist ein grundlegender Wandel, der alle Bereiche unseres Lebens, Arbeitens und Wirtschaftens umfasst. Dieser Aufruf richtet sich an die politisch Verantwortlichen und Entscheidungsträger, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine klima- und naturverträgliche sowie sozial gerechte Lebens- und Wirtschaftsweise zu schaffen.

 


15. & 16. Juni - Brandenburger Landpartie

Führungen und Verkostungen am Samstag und Sonntag von 12-18 Uhr

Wir nehmen dieses Jahr zum ersten Mal an der Brandenburger Landpartie teil. Die Tradition der Landpartie gibt es seit 1994 in Brandenburg. Mittlerweile sind über 200 Betriebe dabei. Die Veranstaltung will Verbraucher*innen Einblicke in die verschiedenen Aspekte der Landwirtschaft ermöglichen und Anbau, Verarbeitung und Vertrieb erlebbar machen.

In der Akademie gibt es eine Verkostung verschiedener Aufstriche und Kräuterpasten sowie von Obstweinen aus eigener Erzeugung. Am Samstag bieten wir eine Führung an, mit Anschauung und Hintergrundinformationen zum Strohballenbau und zu wasserlosen Sanitärsystemen. Am Sonntag findet nachmittags zusätzlich ein Workshop zur Herstellung von Obstwein statt.

160422 Ernaehrungsrat 5

Mehr als Hunderttausend Besucher nutzten laut Veranstalter in den vergangenen Jahren die Brandenburger Landpartie für eine Entdeckungstour. Prignitzer Höfe sind allerdings kaum vertreten: Neben der AfS sind nur zwei weitere Betriebe aus diesem Landkreis dabei. Infos zum gesamten Programm unter brandenburger-landpartie.de.


3. - 5. September - Wege aus der Klimakrise

Zusammen mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung bieten wir ein Seminar an

Die Klimakrise ist da – nach Starkregen, Dürresommern und schneelosen Wintern ist diese Erkenntnis auch in Deutschland angekommen. Das Seminar greift das Bedürfnis auf, Zusammenhänge zu verstehen und hilft dabei, eigene Handlungsoptionen zu erkennen.

Vertreter*innen von Parteien stehen zunehmend unter Handlungsdruck, ebenso Unternehmen. Aber auch Bürger*innen in ihren verschiedenen Rollen wollen sich einbringen und Teil der Lösung werden. Was bedeutet die Klimakrise für mich und wie kann und will ich reagieren? Zu dieser Frage, die uns alle beschäftigt, bietet das Seminar an drei Tagen Hilfestellungen, Inspirationen und Raum für Austausch.
Zur Diskussion gestellt werden aktuelle Analysen und Programme zur Klimakrise und zum Umgang damit. Wir lernen die Konzepte Suffizienz und Subsistenz kennen und sehen anhand von inspirierenden Beispielen, wie sie in alltagstauglicher Form Ressourcenschonung bewirken. Gemeinsam suchen wir nach wirksamen Handlungsmöglichkeiten in Alltag und Beruf, mit denen wir Teil der Lösung werden. Auch die politische Dimension behalten wir im Blick und entwickeln Wege für politisches Engagement, das Wirkung zeigt.

Weitere Informationen zum Seminar und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es auf der Homepage des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung oder direkt über diesen Link.

Das Seminar ist als Bildungsurlaub anerkannt. Es wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

AFS Hof kl


Gemüsegarten goes Acker

Erste Saaten sind schon aufgegangen

Wir treiben unseren Anbau weiter und haben dafür die Fläche vergrößert. Die Kartoffeln sind nun flächenmäßig eingeplant und es bleibt genug Platz für alle Feingemüse. Auch das lang gewünschte Spargelbeet für Grünspargel ist nun angelegt. Als Schutz vor Wühlmäusen und vor Quecken haben wir überschüssige Regalböden eingegraben. Die Wege sind aus Häckselabfällen des Grünflächenamtes und bis zur Einsaat bzw Pflanzung haben wir den Boden mit Laub vom so genannten ‚Dorfputz‘ abgedeckt.

Nachher
Unsere Saatgutvermehrung klappt auch sehr gut. Was wir noch verbessern wollen, ist die Vereinzelung der minikleinen Samenkörner. Bei uns bleiben sie mit allerlei Pflanzenkleinteilen vermischt, was leider zu einer viel zu dichten Aussaat geführt hat. Wir werden verschiedene Siebe ausprobieren und freuen uns über Tipps, wie Saatgut ausgedroschen werden kann. In Äthiopien wurden die auch recht kleinen Teff-Körner sehr gekonnt mit einer Wurftechnik abgetrennt….


Projektbesuche in Äthiopien

Die Forschungsreise geht weiter.

Bei allen Bedenken haben wir uns dafür entschieden, ab Athen mit dem Flugzeug nach Äthiopien zu reisen. Wir waren nun sieben Wochen im Land unterwegs und haben sehr viele Eindrücke gesammelt. In Sachen Suffizienz sind uns die Äthiopier weit voraus, aber natürlich ist der Begriff hier nicht wirklich zutreffend, denn in Äthiopien handelt es sich um eine Strategie zur Bewältigung einer ökonomischen Situation, in der materielle Ressourcen extrem begrenzt sind.
Jedenfalls sind wir sehr beeindruckt von der Achtsamkeit, mit der Essen, Wasser, Papier und überhaupt Ressourcen gehandhabt werden, fast alles wird mehrfach verwendet und repariert. Einzige Ausnahme sind Plastikverpackungen, die leider überall herumfliegen und gelegentlich zu Haufen gekehrt und in stinkenden Feuern verbrannt werden.
Einen sehr interessanten Austausch hatten wir in der Mulu Eco Lodge, wo gemeinsam mit den BewohnerInnen der ländlichen Region nach neuen Wegen gesucht wird, die Lebensbedingungen zu verbessern UND ökologisch nachhaltig zu wirtschaften. Tourismus ist eine Einnahmequelle, man kann das Projekt besuchen und am dortigen Leben teilhaben, Bauern besuchen und wandern. Mehr zum Projekt auf der Webseite.

Haus 1

In Addis Abeba haben wir das Waisenhaus Kidane Mehret Childrens Home kennengelernt und waren sehr beeindruckt von der engagierten Arbeit unter sehr schwierigen Bedingungen. Schnell haben wir uns entschlossen, in Deutschland ein Fundraising für das Haus zu organisieren. Wir haben erstmal ein kleines Spielefest durchgeführt, um die Einrichtung und die BewohnerInnen besser kennenzulernen und hatten dabei viel Spass zusammen. Mit dem Geld, was wir hoffentlich in Deutschland sammeln können, werden neue Brotbackautomaten für die Großküche, ein Teigrührgerät und hoffentlich auch ein tauglicher Computer für die Jugendlichen angeschafft. Wer spenden möchte kann uns einfach anschreiben und erhält alle Infos. Mehr zur Einrichtung auf der Webseite.

DSCN7684


 


Urban Mining und Gartenbau

Wir haben ein Rankgerüst aus Gebrauchtmaterial gebaut

Die eine Himbeerpflanze, die wir vor zehn Jahren gesetzt haben, hat sich zwar schön vermehrt, aber leider sind die Pflanzen mittlerweile verwildert, tragen kaum mehr und machen überall Ableger, auch im Garten der Nachbarn. Interessanterweise tragen viele der Pflanzen nur noch gelbe Früchte, obwohl wir gar keine gelbe Himbeere gepflanzt hatten. Leider sind sie aber nicht sehr aromatisch.

Insgesamt Grund genug, um das Beet zu erneuern. Wir haben alle Pflanzen ausgegraben und einige Stöcke ausgesucht und geteilt, die hoffentlich von der Mutterpflanze sind. Für mehr Sortenvielfalt durften wir noch Pflanzen bei den Nachbarn ausgraben.

Für die neuen Stöcke haben wir ein solides Rankgerüst aus alten Latten und Metallgestängen gebaut. Zur Befestigung der Ruten haben wir kunststoffbeschichteten Draht gespannt. Das Gestell sieht ganz professionell aus und wir sind gespannt auf die erste Ernte!

himbeer1   himbeer3


6. September - Ansätze ökologischen Wirtschaftens erleben

Wir nehmen wieder mit einer Tour an der Wandelwoche teil

Auch in diesem Jahr findet die Wandelwoche statt, diesmal vom 04.-14. September. Sie besteht aus Touren und Exkursionen – zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln – also möglichst postfossil. Sie führt zu Betrieben und Projekten in der Region, die Ideen und Ansätze für ein gutes Leben für alle und ein anderes Wirtschaften ausprobieren und weitertragen, statt in der Rhetorik der Krise zu verharren. Die Veranstalter wollen damit die Vielfalt existierender und funktionierender Alternativen in den jeweiligen Regionen für ein breites Publikum sichtbar und erlebbar machen und einen ansprechenden, leicht zugänglichen und motivierenden Raum des kollektiven Umdenkens und Handelns schaffen.

Wir freuen uns sehr, dass die Veranstalter*innen dieses tolle Format zum sechsten Mal organisieren und bieten sehr gerne wieder eine Tour an. Am Sonntag den 6. September von 12-16 Uhr freuen wir uns auf euren Besuch. Zunächst gibt es eine Einführung in die Gedankenwelt der Ökologischen Ökonomie und der Suffizienz. Anschaulich werden diese Ideen bei einer Führung durch das Projekt mit seinen verschiedenen Arbeitsbereichen : Ökologisches Bauen, Kreislaufwirtschaft, Low-Tech, Anbau und Verarbeitung. Anschließend könnt ihr selber tätig werden und z.B. bei der Obstweinherstellung mitmachen. Für Anmeldungen (bis 4.9.) oder Rückfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Hier geht es zum gesamten Programm: wandelwoche.org/wandelwoche-2020/

Für die Einhaltung des Infektionsschutzes wird gesorgt.

wawo1


Draussenküche und Anzuchtkasten

Nach Jahren der Improvisation entsteht ein Pavillion aus Gebrauchtmaterial

Im Sommer verbringen alle Bewohner*innen und Gäste ihre Zeit draussen. Der Fertigpavillion, der uns vor fünf Jahren gebraucht überlassen wurde, musste schon mehrfach geflickt werden und nun haben wir uns an einen Bau gemacht, der alle Zwecke erfüllt: Draussen waschen, schnippeln und spülen können, die Holzkochstelle geschützt stehen lassen können und eine frostsichere Anzuchtstation mit vollem Sonnenlicht.

 Draussenkueche1klein  Regaldach1

Wir hatten schon eine Weile Material gesammelt, sogar selbst gefällte Bäume sind verbaut worden. Die Scheiben für die Glasfront haben wir beim Alpenverein gerettet, das Dach besteht aus überzähligen Regalböden, die wir von Kunst-Stoffe bekommen haben. Das Gebäude ist im Herbst fertig geworden und wir freuen uns schon wahnsinnig, es ab dem nächsten Frühjahr nutzen zu können!

   

 


Offene Ateliers 2018 


Eindrücke aus dem diesjährigen KünstlerInnenprogramm

Der vierwöchige Aufenthalt der diesjährigen Gäste, Irene Hoppenberg, Matthias Fritsch und Kirsten Wechslberger, war sehr poduktiv. Es entstanden Arbeiten in unterschiedlichen Disziplinen. Der Rahmen hat den KünstlerInnen offenbar starke Anregungen zum Thema Boden geben können.

Entsprechend lebendig war die Werkschau vor Ort und auch die Ausstellung der fertigen Arbeiten im Projektraum Group Global. Eine weiterentwickelte Version der Videoarbeit von Matthias Fritsch, ergänzt um eine Livevertonung und einen Off-Kommentar von Haiko Pieplow, ist hier verlinkt.

Nach dieser gelungenen Programmrunde freuen wir uns schon, bald die Ausschreibung für 2019 zu veröffentlichen. Wir danken dem Heimatverein Tüchen-Reckenthin-Klenzenhof für die Unterstützung!


IreneHoppenbergKLEIN  KirstenWechslbergerKLEIN

Irene Hoppenberg                                      Installation von Kirsten Wechslberger

 

18. - 20. September - Schreibklausur

Gemeinsam Wirtschaftsorganisation hinterfragen und Alternativen denken

Über Wirtschaft schreiben kann man auch in der Uni oder im Büro – aber ein kritischer Blick fällt oft leichter aus der Entfernung und neue Gedanken entstehen oft im Austausch. Wachstumszwänge, Ordnungspolitik, Konsummuster, Produktionsweisen – wo liegen die Probleme und was sind (Teil)-Antworten?
Um kritisches Denken und Schreiben über ökonomische Fragen zu fördern, organisieren wir in der Akademie für Suffizienz thematische Schreibklausuren. Wir laden an einen Ort, wo herrschende Wirtschaftsorganisation hinterfragt wird und alltagstaugliche Antworten gesucht werden: Stoffkreisläufe, Trockenklos, Pflanzenkläranlagen, Low Tech. Für die theoretische Arbeit gibt es Rückzugsraum und eine Themenbibliothek.
Die Tage sind offen für alle, die wirtschaftskritisch arbeiten. Beiträge zu Kosten und Aufwand werden selbst gewählt. Wir bieten Unterkunft und Verpflegung und organisieren eine Tagesstruktur mit festen Zeiten zum Schreiben, Austauschen und Sein. Gemeinsam mit den Anwesenden wollen wir eine Umgebung gestalten, die beim Schreiben inspiriert und beflügelt!
Für Anmeldungen (bis 15.9.) oder Rückfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Für die Einhaltung des Infektionsschutzes wird gesorgt.

Kirschbaumtafel

 
https://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/DSCN4332.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/DSC_7573.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/Flasche.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/Kreaturen.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/P1290723.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightTop/P1290865.JPG
https://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSCN0401.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSCN4512a.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSCN8074.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSCN8563.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/DSC_7151.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/P1290603.JPGhttps://akademie-suffizienz.de/images/afs/rightMiddleBottom/Stehpulte.JPG